Das südwestliche Ufer des Tiefwarensees wird vom Campus des Gymnasiums Richard Wossidlo und dem Brauhaus Müritz geprägt. Das Brauhaus Müritz, dessen Besuch sich vor und nach einer Seeumrundung zu Fuß oder mit dem Fahrrad empfiehlt, entstand aus der im Jahr 1957 eingeweihten Kegelbahn. Das zum Brauhaus Müritz angrenzende Hotelgebäude wurde während der Postkutschenzeit von der Warener Posthalterei und einem Wirtshaus genutzt. Mit ca. 2.800 Metern Länge, maximal 700 Metern Breite und 24 Metern Tiefe ist der Tiefwarensee ein typischer eiszeitlicher Rinnensee.

Der Tiefwarensee ist durch das Fließgewässer Beke mit dem Herrensee und der Müritz verbunden. Bis heute gehört der Tiefwarensee zu den fischwirtschaftlich genutzten Gewässern. Er diente zudem als Brauchwasserreservoir. Für die Bevölkerung wurden Stege zum Wäschewaschen angelegt. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts verkehrte das Motorschiff Elisabeth auf dem Tiefwarensee. Später befand sich am stadtnahen südwestlichen Ufer des Tiefwarensees über mehrere Jahrzehnte ein Bootsverleih. Ab den 1970er Jahren diente der Tiefwarensee als Trainings- und Wettkampfstätte des Kanusports. Der Tiefwarensee wurde in den Jahren 2001 bis 2005 saniert, um weiterhin eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Der vom Brauhaus Müritz direkt zugängliche Radwanderweg mit Eiszeitlehrpfad führt um den kompletten Tiefwarensee herum.